Meißen. Zum 35. Mal wurde Meißen zum internationalen Treffpunkt des Gewichthebersports. Vor großer Kulisse erlebten die Zuschauer einen hochklassigen Wettkampftag Insgesamt gingen 20 Männer und 26 Frauen an den Start. Vertreten waren 14 Nationalmannschaften, ergänzt durch Athletinnen des Team Refugee mit Teilnehmerinnen aus dem Iran und Kamerun. Damit waren indirekt sogar 16 Nationen auf drei Kontinenten im Meißner Heberzentrum vertreten.
Das traditionsreiche Turnier unterstrich erneut seine internationale Strahlkraft und setzte zugleich ein deutliches Zeichen für Weltoffenheit und Völkerverständigung. Auch der MDR berichtete über die Veranstaltung.
Bereits vor Wettkampfbeginn war die Aufmerksamkeit enorm. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sowie ehemalige Spitzenathleten sorgten für eine besondere Atmosphäre. Unter den Ehrengästen befand sich mit Jürgen HEUSER Weltmeister von 1978 sowie mehrfacher Pokalteilnehmer), eine prägenden Persönlichkeit der Gewichthebergeschichte, sowie weitere sehr erfolgreiche Gewichtheber wie Meißner Pokalsieger von 1974 Peter Wenzel.
Der gastgebende AC Meißen stellte drei eigene Athleten. Alle drei Meißner Athleten präsentierten sich engagiert, kämpferisch und wurden vom Publikum begeistert unterstützt.
Sportlich entwickelte sich ein hochklassiger Wettbewerb mit einem spannenden Finale. Bei den Männern sicherte sich Ramira Mora Romero (Großbritannien) mit 421,5156 Sinclair-Punkten den Sieg und damit den begehrten Pokal der Blauen Schwerter.
Für besondere Spannung sorgte die Finnin Janette Ylisoini, die mit 412,1961 Sinclair-Punkten den Frauenwettbewerb gewann und sich in der Gesamtwertung lange auf Siegkurs befand. Erst im abschließenden Stoßen konnten sich die Konkurrenten aus Frankreich und Großbritannien noch vor die Finnin schieben. Am Ende belegte sie einen hervorragenden dritten Platz in der Gesamtwertung?und sorgte für ein packendes Finish.
Die Bedeutung der Veranstaltung spiegelte sich auch in der prominenten Gästeliste wider. Der sächsische Finanzminister Christian Piwarz besuchte das traditionsreiche Turnier persönlich. Der Landrat des Landkreises Meißen musste krankheitsbedingt absagen und wurde durch seinen Stellvertreter vertreten, der gemeinsam mit dem Meißner Oberbürgermeister Markus Renner ein Grußwort an die Gäste richtete.
Ein besonderes Novum war die gleichzeitige Anwesenheit von drei Generationen Meißner Stadtoberhäupter. Mit Klaus Däumer (1984 bis 1990), Olaf Raschke (2004 bis 2025) und dem amtierenden Oberbürgermeister Markus Renner waren gleich drei Bürgermeister der Stadt Meißen zu Gast.
Emotional wurde es bei der Verabschiedung von Ulrich Brumm, dem langjährigen Vorsitzenden des Organisationsbüros des Pokalteams. Für sein außergewöhnliches Engagement erhielt er eine Pokaltasse mit den berühmten Meißner Schwertern aus Porzellan sowie eine Flasche Champagner.
Ebenfalls geehrt wurde Jürgen Grellmann für 60 Jahre Vereinstreue, sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement sowie seine Mitwirkung an der erfolgreichen Wiederbelebung des Turniers im Jahr 2012. Auch er wurde mit einer Pokaltasse und einer Flasche Champagner ausgezeichnet und wird das Turnier weiterhin als Mitorganisator unterstützen.
Mit der offiziellen Übergabe der Verantwortung an Maik Hertwig als neuen Vorsitzenden des Pokalteams wurde zugleich der Blick nach vorn gerichtet. Nach einem erfolgreichen 35. Internationalen Pokal der Blauen Schwerter steht fest: Die Tradition lebt weiter und Meißen ist bereit für den Pokal 2027.







